Applikation von ActiveProtect-Produkten

Vorbereitung:
Zu beschichtende Oberflächen müssen frei von Schmutz, Staub und Fett sein. Silikonrückstände sind mit einem geeigneten Reiniger vor der Applikation sorgfältig zu entfernen. Glasflächen nach Möglichkeit mit einem Abrasivreiniger vorreinigen.

Manuelle Applikation:
Auf allen glatten, polierten und/oder glänzenden Oberflächen sollte die Applikation in jedem Fall im bewährten HVLP-Verfahren erfolgen, wobei diese Applikationsform grundsätzlich für alle Oberflächen geeignet ist. Auf saugenden, rauhen und porösen Oberflächen kann ActiveProtect auch gesprüht, gestrichen oder gerollt werden. Beschichtungen im Tauchverfahren sind ebenfalls möglich, wobei die angegebenen Auftragsmengen möglichst eingehalten werden sollten.

HVLP-Sprühverfahren:
Die Applikation im HVLP-Verfahren erfolgt im Kreuzgang mit bis zu vier Arbeitsgängen. Die angegebenen Auftragsmengen sind gleichmäßig auf die Arbeitsgänge zu verteilen.

Industrielle Applikation:
Bei industrieller Applikation sind die Verbrauchswerte der Spalte „Minimal“ zu Grunde zu legen. Auch hier wird eine Applikation im HVLP-Verfahren aufgrund der geringen Sprühverluste empfohlen. Grundsätzlich verkürzt auch bei industrieller Applikation die Zuführung von Wärme den Trocknungsprozess erheblich. Bei den meisten Produkten ist eine Hochtemperatur-Trocknung bis zu 600°C möglich.

Verwendung von Primern:
Primer dienen zur Verbesserung der Haftung einer ActiveProtect-Beschichtung und zum Schutz der Oberfläche vor Schäden durch die Photokatalyse. Bei der Verwendung von Primern kann die Hälfte des Materials durch den Primer ersetzt werden. Es sind sodann zwei Lagen Primer und zwei Lagen aktive Beschichtung aufzutragen. Der Primer ist immer als erstes aufzutragen!

Verbrauch / Auftragsmengen:
Bitte fragen Sie nach dem Datenblatt  für Verbrauchsangaben: info@commedica.de

Diese ist von den jeweiligen Umgebungsbedingungen, wie Wind, verwendetem Werkzeug, Temperatur und Luftfeuchte abhängig. Die Werte der Spalte „Normal“ dienen der Orientierung bei der manuellen Applikation. Minimal-Werte können durch sehr kontrollierte Bedingungen z.B. bei der industriellen Applikation zu Grunde gelegt werden. Bei Überschreitung der angegebenen Maximalwerte kann die Beschichtung unter Umständen eine deutlich sichtbare hellgraue Schicht auf der Oberfläche hinterlassen.

Trocknung:
Die jeweiligen Trocknungszeiten sind den aktuellen Produkt-Datenblättern zu entnehmen. Grundsätzlich verkürzt die Zuführung von Wärme den Trocknungsprozess. Die maximale Endhärte erreicht die Beschichtung je nach Produkt nach etwa 14 bis maximal 60 Tagen.